Eier mit Stempel.JPEG

Täglich frische Eier aus Bodenhaltung 

Eier sind ein vielseitiges und beliebtes Lebensmittel. Im Durchschnitt isst ein Deutscher jährlich rund 240 Eier, einzeln oder in verschiedenen Gerichten verarbeitet. Für diese rund 13 Milliarden Eier arbeiten knapp 43 Milliarden Hennen täglich in Deutschland für uns. Der Selbstversorgungsgrad beträgt somit ca. 72 %. Ein Großteil der restlichen Eier wird aus den Niederlanden importiert. Die häufigsten Haltungsformen in Deutschland sind die Bodenhaltung mit ca. 65 % und die Freilandhaltung mit rund 15 %. Daneben gibt es noch die Kleingruppenhaltung, sowie die ökologische Haltung. Durch die Vielzahl der Betriebe lässt unsere Infrastruktur fast überall einen regionalen Eierkauf zu.

 

Bodenhaltung

Hierbei leben rund 9 Hennen pro Quadratmeter in großen Hallen. Es gibt automatische Futter- und Trinkstraßen, an denen sich die Hennen jederzeit bedienen können. Daneben sind Sitzstangen verbaut, welche gerne als Schlafplätze genutzt werden, da Hühner, wenn es dunkel wird, automatisch zusammenrücken um sich als Herde zu schützen. Zum Eier legen zieht sich das Huhn in eines der Nester zurück, welche in den Ställen integriert sind. Zusätzlich gibt es Scharrflächen als eine Art Spielplatz für die Hühner. Diese Fläche ist zum Beispiel mit Dinkel- oder Hanfstreu eingestreut, sodass die Hühner darin picken und scharren können um sich zu beschäftigen.

 

Schon gewusst?

Die Farbe des Eidotters hat nichts mit der Haltungsform zu tun, sondern mit dem Futter welches die Hühner bekommen. Durch das Füttern von Mais oder Gras färbt sich der Dotter intensiver. Auch Paprika, welche oft ein Bestandteil von Hühnerfutter ist, trägt dazu bei.

Erwischen Sie mal ein Ei mit hellerem Eidotter, kann dies verschiedene Ursachen haben. Das Huhn könnte beispielsweise wegen der Hitze weniger Nahrung zu sich genommen haben. Außerdem könnte es noch ein junges Huhn sein, welches noch nicht sehr lange Futter mit Paprika bekommen hat, da dies bei Aufzuchtbetrieben nicht verwendet wird.

Da das Futter mit Zusätzen wie Mais und Paprika gesünder und teurer ist, können Sie anhand ihrer Eidotterfarbe auf jeden Fall darauf schließen, das der Halter dieser Tiere auf ein gesundes Wohl des Tieres bedacht ist, aber nie darauf wo genau das Huhn lebt.

 

Wissenswertes beim Eierkauf

Unabhängig von der Haltungsform erhält man Eier in verschiedene Größen. Die Größe XL ist groß und beginnt bei 73 g und schwerer. Das Ei der Größe L ist mittel und wiegt zwischen 63 g und 72 g. Für ein kleines Ei der Größe M dürfen nur zwischen 53 g und 62 g auf die Waage gebracht werden. Die kleinsten Eier sind Größe S und wiegen bis maximal 52 g.

Zusätzlich werden die Eier in Güteklassen aufgeteilt, welche auf der Verpackung ausgezeichnet werden müssen. Klasse A sind die Eier für den normalen Konsumenten, also für private Haushalte. Dabei steht diese Klasse für frische Eier, welche weder gewaschen noch anderweitig gereinigt, nicht haltbar gemacht oder gekühlt werden dürfen. Klasse B wiederrum wird für die Lebensmittelindustrie eingesetzt und je nach Zustand, beispielsweise auch für die Herstellung von Shampoo genutzt.

Um zu erkennen, woher das Ei stammt, müssen die Erzeuger die Eier mit einer Kennzeichnung stempeln, sobald sie diese sortieren. Diese Kennzeichnung, beispielsweise X-DE 1234567, setzt sich wie folgt zusammen. Die Variable X bezieht sich auf die Haltungsform, wobei eine 0 für Biohaltung, eine 1 für Freilandhaltung und eine 2 für Bodenhaltung stehen. Die Nummer 3 steht für Käfighaltung. Diese Eier können in Deutschland noch gekauft werden, sind jedoch nicht von Hühnern aus Deutschland, da Käfighaltung in Deutschland seit Januar 2010 verboten ist. Anschließend folgt das Kürzel für das Herkunftsland. Dabei bedeutet zum Beispiel DE = Deutschland, NL = Niederlande, AT = Österreich und BE = Belgien. Danach folgt eine 7-stellige Zahlenkombination, welche einem Betrieb zugeordnet ist. Die beiden ersten Stellen zeigen das Bundesland, wobei die 07 zum Beispiel für Rheinland-Pfalz steht. Die dritte bis sechste Stelle identifiziert den Betrieb und die siebte Stelle den jeweiligen Stall.

 

Ostereier – der Spaß rund um das bunten Ei

Man kennt es in fast allen Farben, auch Glitzer, bunte Bilder und Aufkleber schmücken es – das Osterei. Eier gehören zu den beliebtesten Lebensmitteln der Deutschen. Insgesamt werden in Deutschland jährlich über 17 Milliarden Eier verzehrt - Tendenz steigend. Dabei wird ein Drittel des gesunden Lebensmittels als Frühstücks- oder Spiegelei verzehrt und zwei Drittel in Nudeln oder Gebäck verarbeitet. In der Osterzeit verdoppelt sich der Konsum bei vielen Bürgern. Alleine zu Ostern verzehren die Deutschen rund 240 Millionen Eier. Doch woher kommt der Brauch rund um das bunte Ei?

Jedes Jahr wird dieses Fest mit seinen Feiertagen abhängig vom Frühlingsvollmond veranstaltet. Viele kennen Ostern als Feier der Auferstehung Jesu Christi, den wohl wichtigsten Feiertag im christlichen Kalender. In der hebräischen Bibel wird um die Osterzeit das Passahfest gefeiert, welches der Erinnerung an die Befreiung der Juden aus der ägyptischen Gefangenschaft gewidmet ist. Gräbt man noch tiefer in der Geschichte der Menschheit, so gibt es die Theorie, dass in der Osterzeit der Frühlingsanfang mit bunten Farben gefeiert wird, da hier ein wichtiger Wendepunkt des Sonnenkalenders ist. Tag und Nacht haben nun die gleiche Länge und gerade die Menschen im Norden erfreuen sich über gleich lange Phasen von Licht und Dunkelheit.

Der Hase und das Osterei

Egal welches Fest man feiert, der Hase und die bunten Eier bleiben darin vertreten. Das Ei steht für neues Leben und die Wiedergeburt. Daher stammt auch die bekannte Diskussion um die Frage: Wer war zuerst da - das Huhn oder das Ei? Der Hase soll durch heidnische Rituale und durch seine bekannte Fruchtbarkeit und Vermehrungsfreudigkeit seinen Weg in die Geschichte gefunden haben. Das Ritual Eier bunt zu bemalen wurde schon im antiken persischen Neujahrsfest durchgeführt. Woher der Brauch nun ursprünglich stammt ist unklar, für Augen und Gaumen bleibt es dennoch jedes Jahr ein Highlight.

Eier selbst färben

Wenn Sie sich dafür entscheiden die Eier selbst zu färben, so sollten sie ein paar Kleinigkeiten beachten, um auf den vollen Genuss zu kommen. Der Alterungsprozess der Eier ist entscheidend, um es später gut aus der Schale pellen zu können. Dafür sollten Sie frische Eier mindestens 10 Tage vor dem Färben kaufen und in einer dunklen und kühlen Umgebung lagern. Dies bedeutet nicht, dass Sie an Ostern alte Eier essen, sondern schlicht weg das sich Eier wenn Sie vor dem Kochen mehrere Tage alt sind besser pellen lassen. Haben Sie Ihre Eier zum Färben schon besorgt?

Um dem Eierlieferanten Ihres Vertrauens die Möglichkeit zu geben Ihnen die optimale Ostereier-Qualität liefern zu können, so sollten Sie bunte Eier spätestens 10 - 14 Tage vor den Osterfeiertagen bestellt haben, damit diese frühestmöglich Planen, die Eier ruhen und färben können. Zwei Tage vor Ostern sind die nicht vorbestellten Eier meist sehr frisch und das Pellen wird zu einer besonderen Herausforderung.