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Zwiebeln - ein alltäglicher Begleiter in der Küche 

Die Zwiebel ist mehrere Tausend Jahre alt und war schon immer ein beliebtes Lebensmittel in Asien, dem Orient und den Mittelmeerländern. Zu uns kam die Zwiebel erst im Mittelalter und ist heute aus deutschen Haushalten kaum noch weg zu denken. Wir nutzen sie zum Würzen und Verfeinern von Gerichten oder machen aus ihr Zwiebelkuchen, der in der Zeit des Federweißen sehr beliebt ist. Es gibt viele verschieden Sorten. Am Bekanntesten sind die typische Küchenzwiebel in goldbrauner Schale und die rote Zwiebel, welche sowohl ihre Schale als auch das Fruchtfleisch in einem dunkelroten Farbton präsentiert.

In Deutschland werden rund 8.000 Hektar Zwiebeln angebaut, dies entspricht ca. 80 km² Ackerfläche. Dabei kommt bei einer durchschnittlichen Ernte abhängig von den natürlichen Wetterbedingungen, in Deutschland ein Ertrag von rund 300.000 Tonnen Zwiebeln zusammen. Der Pro-Kopf-Konsum wird in Deutschland auf ca. 8 kg im Jahr geschätzt. Somit kann der Zwiebelanbau in Deutschland 50 % des deutschen Zwiebelbedarfs decken, den Rest importiert der deutsche Lebensmitteleinzelhandel aus umliegenden Ländern.

 

Vom Feld in die Küche

Auch im Kreis Mayen-Koblenz werden Zwiebeln angebaut. Gesät werden sie im April, wenn keine Gefahr von Bodenfrost mehr besteht. Dafür wird ein feinkrümmeliges und abgesetztes Saatbeet hergerichtet. Jedes Saatkorn wird einzeln mit einem Abstand von 4 cm maschinell in den Boden abgelegt, sodass genügend Platz für das Saatkorn ist, um ausreichend groß zu gedeihen. Wie groß die Zwiebel bei der Ernte wirklich ist, ist jedoch abhängig von der richtigen Menge an Niederschlag und Sonne.

Zum Schutz der Zwiebel werden Maßnahmen ergriffen, die die heranwachsende Zwiebel vor Konkurrenzpflanzen schützen. Da Zwiebelsaatgut sehr empfindlich ist, wird der Pflanzenschutz nur niedrigkonzentriert eingesetzt. Dies ist nötig damit der Zwiebel genügend Wasser und Nährstoffe zur Verfügung stehen, da diese sonst durch Unkräuter entzogen würden. Somit wird das optimale Wachstum der Zwiebel gefördert.

Die Zwiebel wächst oberirdisch. Das Zwiebelkraut obenauf ist rund 30 cm lang, welches im frischen Zustand auch gerne zum Kochen verwendet werden kann.

Bei der Ernte im August oder September wird das Kraut mit einem Krautschläger von der Zwiebelknolle getrennt. Ein Schwadleger legt die Zwiebel auf Reihen (Schwaden). So verbleiben sie je nach Wetterlage auf dem Feld, bis sie abgetrocknet sind. Danach werden sie mit einer Erntemaschine aufgenommen und sortiert. Die sortierte Ware wird dann in einem trockenen Kühlhaus langsam auf ca. 6 Grad heruntergekühlt, damit die Zwiebeln längst möglich für den Endverbraucher gelagert werden können.

Beim Abpacken der Zwiebeln werden diese entschlotet, was bedeutet, dass der Zwiebelhals maschinell mit Messern von der eigentlichen Zwiebelknolle getrennt wird. Die Zwiebeln werden gebürstet, um sie so sauber dem Kunden im Laden zu präsentieren.

Schon gewusst?

Dank entzündungshemmenden Inhaltsstoffen ist die Zwiebel auch ein beliebtes Hausmittel zur Behandlung von leichten Erkältungsleiden wie Husten, Schnupfen oder Ohrenschmerzen. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten wie z.B. einen Zwiebelsaft zuzubereiten oder einen Zwiebelwickel zu machen. Auch der Juckreiz von Insektenstichen kann durch das Auflegen einer halben Zwiebel direkt auf den Stich gelindert werden.

Ebenso enthalten Zwiebeln wichtige Nährstoffe wie Kalium, Vitamin C und B-Vitamine, sowie reichlich Antioxidantien, die beispielsweise vor Diabetes schützen können.